


Ingo Maurer, der international renommierte Lichtdesigner, hat bereits mit seinem ersten Entwurf Designgeschichte geschrieben. 1966 entstand die Leuchte Bulb, eine überdimensionale Glühbirne aus mundgeblasenem Glas, die das damalige Leuchtendesign nachhaltig revolutionierte. Bulb gilt als eine Hommage an Thomas Edisions Glühlampe, die Ingo Maurer als eine gelungene Einheit aus Technik und Ästhetik sah. Für Generationen von Designern ist der kreative und ideenreiche Gestalter ein großes Vorbild, der mit seinen außergewöhnlichen Visionen exklusive Modelle geschaffen hat.
Der 1932 am Bodensee geborene Ingo Maurer, erlernte zunächst den Beruf des Typographen und des Graphikers. 1960 verließ er Deutschland und arbeitete in den USA als Designer und Graphiker. Nach seiner Rückkehr 1963, gründete er drei Jahre später das Atelier Design M in München. Ingo Maurer spezialisierte sich auf die Entwicklung von Leuchten und Lichtkonzeptionen.
Von der Pop Art inspiriert entwarf Ingo Maurer 1966 die raffinierte Leuchte Bulb, mit der er große Anerkennung erfuhr. Bereits 1969 wurde diese in die Design Collection des Museum of Modern Art New York aufgenommen. Der Glühlampe, die er als eine perfekte Verbindung von Technik und Poesie
empfand, widmete er besondere Aufmerksamkeit und beschäftigte sich intensiv mit deren Gestaltung. Er schuf noch weitere Leuchten, die als Hommage an Thomas Edisions Glühbirne zu sehen sind. Wie beispielsweise, die 1992 entworfene Lucellino oder die 1997 entstandene Pendelleuchte Wo bist Du, Edison...?
Ingo Maurer und sein Team gestalten auch Lichtplanungen für öffentliche Räume, wie für den U-Bahnhof Westfriedhof in München. Für den Bahnsteig der Station entwickelten sie großformatige Leuchten, die einen Schirmdurchmesser von 4 Metern betragen. Ingo Maurers Werke zeugen von einer großen Vielseitigkeit, die Gestaltungsbreite seiner Produkte reicht von fröhlich verspielt bis streng minimal.
1989 Fondation Cartier pour l’art contemporain in Jouy-en-Josas bei Paris
1993 Museum für Angewandte Kunst, Frankfurt
2002 Vitra Design Museum organisierte die Ingo Maurer - Light - Reaching for the Moon, eine Wanderausstellung, die in Europa und in Japan gezeigt wurde
2007 Cooper-Hewitt National Design Museum in New York die Ausstellung Provoking Magic: Lighting of Ingo Maurer.
Ingo Maurer hat in seiner langjährigen Laufbahn zahlreiche Auszeichnungen erhalten, beispielsweise:
1999 Designpreis der Landeshauptstadt München
2000 Lucky Strike Designer Award der Raymond Loewy Foundation
2002 Collabs Design Excellence Award, Philadelphia Museum of Art
2003 Georg Jensen Prize, Kopenhagen
2003 Oribe Award, Japan
2005 Royal Designer of Industry (Ehrentitel) durch die Royal Society of Arts, London
2006 Verleihung der Ehrendoktorwürde durch das Royal College of Art, London
Ernennung zum Royal Designer of Industry (Ehrentitel) durch The Royal Society of Arts, London
2010 Designpreis der Bundesrepublik Deutschland
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